Fahner Hoehe

Im Gespräch mit Unternehmern der Fahner Höhe

Im Gespräch mit Unternehmern der Fahner Höhe

Die Corona-Pandemie hat seit über einem Jahr gravierende Auswirkungen für die Wirtschaft im Landkreis Gotha. Trotzdem hat man die Hoffnung auf der Fahner Höhe auf eine gute Ernte im Jahr 2021 noch nicht aufgegeben. Um sich vor Ort ein Bild zu machen und mit Unternehmern der Fahner Höhe ins Gespräch zu kommen, hatte der Landtagsabgeordnete Jörg Kellner den Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Prof. Dr. Mario Voigt, und den CDU-Kreisvorsitzenden, Hans-Georg Creutzburg, am 27.04.2021 nach Gierstädt eingeladen.

Im Gespräch mit Fahner-Frucht Geschäftsführer Florian Steinbrück wurde deutlich, dass der aus den Früchten gewonnene Saft letztlich auch genügend Abnehmer finden muss. Wie schwierig das in der Pandemie geworden ist, erfuhren die CDU Politiker bei einer Betriebsbesichtigung.

Juniorchef Florian Steinbrück schilderte dabei seine Hoffnung, dass die Gastronomie zumindest in den Außenbereichen bald wieder öffnen kann. Das Gastgewerbe ist einer der wichtigsten Abnehmer für das Unternehmen. Im zurückliegenden Jahr 2020 sorgten neben lockdownbedingten Schließungen der Gastronomie vor allem auch die abgesagten Weihnachtsmärkte für ein spürbares Defizit. Für das unverkaufte Heißgetränk mussten zusätzliche Lagerflächen angemietet werden. Glühwein ist glücklicherweise lang haltbar, sodass im Unternehmen auf einen Absatz in diesem Jahr gehofft wird. Für die produzierten Fruchtsäfte gilt dies jedoch nicht. Sie müssen nun bald verkauft und aufgebraucht werden.

Mario Voigt bekräftigte seine Forderung, dass wer geimpft oder von Covid19 genesen ist, seine Grundrechte sofort zurückbekommen sollte. Nur so können wir in den nächsten Wochen wieder zu mehr Normalität gelangen und auch im Gastronomiebereich eine Perspektive darlegen.

Geschäftsführer Florian Steinbrück betonte, dass ein Teil der Beschäftigten bei Fahner Frucht in Kurzarbeit ist – eine Maßnahme, auf die im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 noch verzichtet werden konnte. Spätestens im Mai, wenn die Ernte beginnt, muss damit aber Schluss sein. Die Belegschaft ist in den vergangenen Monaten geschrumpft. Altersbedingt, aber auch weil ihnen das Kurzarbeitergeld nicht ausreichte, verließen Beschäftigte den Traditionsbetrieb.

Im Anschluss an die Betriebsbesichtigung besuchten die CDU-Vertreter die Obstbaumplantagen der Fahner Obst GmbH. Diese sehen bisher besser aus als im vergangenen Jahr. Später Frost hatte im letzten Jahr für große Einbußen gesorgt. Das vereinfachte damals die Suche nach Saisonarbeitern. Im Schnitt werden zur jeweiligen Saison 300 Kräfte für das Pflücken der Kirschen und der Äpfel benötigt. Ob das mit Hinblick auf die Einreisebestimmungen auch in diesem Jahr funktioniert, sei noch offen, so Geschäftsführer Jörg Dornberger.

Jörg Kellner und Hans-Georg Creutzburg sicherten zu sich sowohl im Landtag als auch im Kreistag weiter für mehr Wasser im Fluss Apfelstädt und den Schutz dieses Lebensraums einzusetzen.

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